Rezension: Um Leben und Tod von Henry Marsh

Henry Marsh erzählt wie sein Beruf ihn zum Held aber auch zum Zerstörer eines Menschenlebens macht. Denn er ist Hirnchirurg und hat in seiner langjährigen Erfahrung einiges Erlebt. In 25 Kapitel erzählt er wie er seine Patienten operiert, von seinem Alltag im Krankenhaus und wie es auch ihn mitnimmt wenn eine OP schiefläuft oder er davor Lampenfieber hat.

Meine Meinung:
Unglaublich gutes, detailliertes und persönliches Sachbuch! Als ich dieses Buch als Rezensionsexemplar angefragt habe, wusste ich zuerst nicht wie ich mir das Buch vorstellen soll. Ist es eine zähe Fachliteratur, bei der mein Gesicht einschläft? Würde man es eher als Roman sehen? Als erstes ist mir die Gestaltung der Kapitel aufgefallen und das der Autor sich nicht davor gescheut hat, auch Fachbegriffe einzusetzen. Jedes Kapitel ist nach einer Krankheit gegliedert, zu welcher der Autor sein Erlebnis erzählt. Oft hatte ich ein wenig Tränen in den Augen, da mir das menschliche Schicksal ein wenig Nah ging. Mir hat es gut gefallen, dass er auch erzählt hat das sein Job manchmal nicht einfach ist und auch er ein Pokerface aufsetzen muss. Henry Marsh hat wirklich eine offene und lockere Art über die Ereignisse zu erzählen. Er scheut sich auch nicht über seine Gefühle zu sprechen und wie es ihm dabei ergeht. Alles in einem kann ich dieses Buch nur weiterempfehlen – für mich eine sehr spannende Lektüre mit gutem Einblick ins Leben eines Hirnchirurg.

Allgemeine Informationen:
Seiten: 352
Autor: Henry Marsh
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Verlag: DVA
Preis gebundene Ausgabe: CHF 28.90
Preis Taschenbuch: CHF 14.90 / EUR 10.00

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