Rezension: Das Mädchen Wadjda von Hayfa Al Mansour

Text auf der Buchrückseite:

Ein unbeirrbares Mädchen. Ein grünes Fahrrad. Und ein grosser Traum. Riad, Saudi-Arabien: Die zehnjährige Wadjda (gesprochen: Wodschda) wünscht sich nichts sehnlicher als das grüne Fahrrad aus dem Laden um die Ecke. Dass Mädchen in ihrem Land gar nicht Rad fahren dürfen, interessiert den kleinen Wildfang wenig. Stattdessen setzt sie ihren Plan, sich das Geld für das Fahrrad selbst zu verdienen, geschäftstüchtig auf dem Schulhof um – bis ihr die strenge Schulleiterin auf die Schliche kommt. Da fällt Wadjda nur noch der hoch dotierte Koranwettbewerb der Schule ein; gleichzeitig eine willkommene Gelegenheit, sich wieder mit den Lehrerinnen gutzustellen. Am Ende kommt zwar alles ganz anders als gedacht, dennoch verliert Wadjda nie ihren Mut. Und so geht der lang gehegte Traum doch noch in Erfüllung …

Inhalt:

Wadjda ist nicht wie die anderen Mädchen. Sie bricht die Regeln und benimmt sich nicht, wie es ein strenggläubiges Mädchen tun sollte. Was noch dazukommt – sie will sich ein Fahrrad kaufen. Das die Frauen in Riad nicht Fahrrad fahren, dass ignoriert sie und denkt nur noch an ihren Traum. Doch wie soll sie an das Geld kommen um es zu kaufen? Sie beschliesst, dass sie sich beim Koranwettbewerb anmeldet und krempelt ihr ganzes Leben um. Als sie schliesslich den Koranwettbewerb gewinnt, sieht sie sich schon beim Kauf des Fahrrads. Leider kommt es nicht so heraus wie sie es sich vorgestellt hat, doch zum Schluss kommt doch alles ganz anders raus.

Meine Meinung:

Dieses Buch habe ich mir ausgesucht, da es mich interessierte ob Wadjda am Schluss doch ihr Fahrrad bekommt. In Saudi-Arabien ist es Frauen nämlich auch nicht erlaubz Fahrrad zu fahren. Es war für mich nicht sehr einfach mich nach Saudi-Arabien hineinzuversetzen. Man liest oft, dass Wadjda oder auch ihre Mutter gewisse Dinge nicht tun dürfen, da sonst Männer auf sie aufmerksam werden – was eine grosse Schande ist. Ich selbst kann mir nie vorstellen ein solch eingeschränktes Leben zu leben. In dieser Geschichte erhält man wirklich einen guten Einblick in das Leben einer Frau in Saudi-Arabien. Die Geschichte hat mir sehr gefallen und ich kann allen dieses Buch mehr als empfehlen.

Das Buch bekommt von mir eine Wertung von 4.5 Punkten von 5.

Allgemeine Informationen:

Autorin: Hayfa Al Mansour
Seitenzahl: 304
Verlag: cbt
Preis: CHF 18.90 / EUR 12.99 (gebundene Ausgabe)

Das Buch könnt ihr hier kaufen:

Schweiz
Amazon

Autorin:

Hayfa Al Mansour ist die erste Frau in Saudi-Arabien, die Filme macht, sie gilt als eine der wichtigsten Filmschaffenden des Königreichs. Sie hat einen Bachelor-Abschluss in Literatur von der American University in Kairo und einen Master in Regie- und Filmstudien der University of Sydney.

Der Erfolg ihrer drei Kurzfilme, sowie die internationale Anerkennung für ihren preisgekrönten Dokumentarfilm Women Without Shadows, hat eine ganze neue Welle von saudi-arabischen Filmemachern beeinflusst und führte dazu, dass auf den Titelseiten der Zeitungen über die Eröffnung von Kinos diskutiert wurde. Im Königreich wird ihre Arbeit sowohl gelobt als auch verteufelt, weil sie Diskussionen über Themen anregt, die allgemein als Tabu angesehen werden, wie Toleranz, die Gefahr des Orthodoxen und die Notwendigkeit, die traditionelle und restriktive Kultur mit kritischem Blick zu betrachten.

Durch ihre Filme und ihre Arbeit für Fernsehen und Printmedien hat Al Mansour sich den Ruf erworben, die Mauer des Schweigens zu durchdringen, die das Leben der saudi-arabischen Frauen begrenzt, und ihnen ein Forum für ihre ungehörten Stimmen zu schaffen.

Quelle

Advertisements