Rezension: Love Letters to the Dead von Ana Dellaira

Text auf der Buchrückseite:

Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben…

Meine Meinung:

Ich habe das lesen dieses Buches lange vor mich hingeschoben. Ich wusste nicht so recht ob mir das Buch gefallen würde oder nicht. Da ich grosse Erwartungen hatte, wollte ich nicht enttäuscht werden.

Das Buch ist wie ein Tagebuch aufgebaut, dass sich aus Briefe an verstorbene Persönlichkeiten zusammensetzt. Dieser Schreibstil hat mir gut gefallen und es passt zur Geschichte. Auch das Cover finde ich sehr schön gestaltet.

Als ich dann das Buch angefangen habe, hat mich die Geschichte sofort gepackt. Ich war von Anfang an mittendrin und habe echt mit Laurel gelitten. Für jemand, der so jung ist, hat sie so viel mitgemacht. Die Eltern trennen sich, sie verliehrt ihre Schwester und somit auch ihr grosses Vorbild, verliebt sich und verliert dann auch ihre grosse Liebe. In gewissen Abschnitten, war ich sogar den Tränen nahe.

Gegen Ende, als Laurel dann damit rausrückt, wie ihre Schwester starb, hat man das Gefühl, dass ihr eine grosse Last von den Schultern genommen wird. Bis zu diesem Punkt, kam sie mir sehr unruhig vor. Wie jemand der sich seinen Platz im Leben sucht und noch nicht zu sich selbst gefunden hat. In dem sie sich öffnet, kommt sie nun zur Ruhe. Man merkt, dass sie sich nun sicherer fühlt und langsam zu sich selbst findet.

Ich gebe dem Buch eine Wertung von 5 von 5 Punkten.

Achtung Spoiler:

Ausschnitt der mich sehr berührt hat:

„Okay“, sagte ich. „Ich verrate dir ein Geheimnis.“ Ich beugte mich zu ihm vor und flüsterte:“Ich bin eine Fee.“ Sky sah mich mit einer hochgezogenen Augenbraue an. „Du glaubst mir nicht, stimmt’s?“, sagte ich. „Warte. Ich beweise es dir.“ Ich stieg auf die Brüstung des Balkons und bereitete die Arme aus. „Schliess die Augen und dann fliege ich los.“ Ich hörte nicht auf die Stimme in meinem Hinterkopf, die sagte: Deine Schwester ist diejenige, die Flügel hat. Nicht du. Sie machte mich wütend. „Laurel, komm da runter!“, rief Sky wie aus weiter Ferne. „Nein. Ich will auch fliegen. Genau wie May“, sagte ich und fing an zu weinen.  

Allgemeine Informationen:

Autorin: Ana Dellaira

Seitenzahl: 416

Verlag: cbt

Preis: CHF 26.90 / EUR: 17.99 (Hardcover)

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Autorin:

Ava Dellaira ist Absolventin des Iowa Writers‘ Workshop, an dem sie als Truman Capote Stipendiatin teilnahm. Sie wuchs in Albuquerque, New Mexiko auf. Ihren Bachelor machte sie an der Universität von Chicago. Sie glaubt, dass Love Letters to the Dead seinen Anfang nahm, als sie das zweite Mal in ihrem Leben ein Album kaufte -, Nirvanas In Utero – es sich in Schleife anhörte und dabei ihr Tagebuch vollschrieb. Heute lebt Ava Dellaira in Santa Monica, ist in der Filmbranche tätig und arbeitet an ihrem zweiten Roman.

(Text von buch.ch)

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