Was mir am Herzen liegt

Liebe Leser, liebe Leserinnen

heute möchte ich meinen Blog dafür nutzen, um ein zur Zeit sehr brennend aktuelles Thema anzusprechen. Vor ungefähr acht Monaten hab ich entschieden, dass ich keine Zeitung mehr lesen möchte. Immer und überall liest man von Kriegen, Völkern die von einem Unheil ins nächste geraten. Klar, so wie ich es mache, ist es einfach. Ich ziehe mich in meine kleine Blase zurück, in meine perfekte kleine Welt. In der es das grösste Problem ist, wieso es jetzt so lange dauert bis die Fortsetzung der Reihe XYZ in deutsch erscheint. Jetzt habe ich ein wenig weit ausgeholt, aber manchmal muss man seine Augen öffnen und aus seiner Welt rauskommen. Ihr fragt euch jetzt sicher, wieso ich euch das alles erzähle.

Seit ungefähr drei Jahren verfolge ich den Blog von Madeleine Alizadeh, www.dariadaria.com. Ich habe gelesen wie sie nach  nach Mailand ging, wie sie Veganerin wurde und nun das wichtigste –  wie sie ihre Bekanntheit nutzt um auf das Flüchtlingslager in Traiskirchen aufmerksam zu machen. Keine Berichte, wie ihre gingen mir in letzter Zeit so nah.

Ich habe in den letzten Tagen oft darüber nachgedacht, wie es wäre wenn wir hier Krieg hätten. Meine Wohnung wird zerbombt, von meinen geliebten Büchern ist nur Asche übrig. Ich will mein Leben retten und muss flüchten. Ich muss alles zurück lassen was ich habe. Ich komme in einem fremden Land an und bin unerwünscht. Ich muss euch gestehen, es ist mir nicht einfach gefallen, mir das vorzustellen, während es mir hier in der Schweiz sehr gut geht. Ich bin frei, kann alles tun was ich möchte und kann von A nach B gehen ohne um mein Leben zu fürchten.

Ich muss helfen. Nicht nur jetzt in Traiskirchen, sondern überall um mich herum.

Oft höre ich von Menschen in meiner Umgebung wie unmotiviert sie sind, dass sie was Neues brauchen, dass es ihnen hier nicht gefällt und das sie am liebsten auswandern möchten. Wenn ich solche Sache höre, möchte ich gerne sagen: ist dir eigentlich bewusst wie gut wir es hier haben? Wir haben Alles und Alles ist nicht genug. Wir müssen nicht von Tag zu Tag leben und uns fragen ob wir Morgen den Sonnenaufgang noch miterleben werden.

Mit meinem Beitrag möchte ich euch dazu Aufrufen, die Beiträge auf Madeleine’s Blog zu lesen und wenn ihr könnt, den Menschen in Traiskirchen und dort wo Hilfe benötigt wird, jede mögliche Hilfe zukommen lassen. Wir können hier in dieser Situation nicht wegschauen und einfach nichts tun.

Ich, für meinen Teil habe heute Madeleine angefragt, um ihre Beiträge verlinken zu dürfen. Des weiteren werde ich die Caritas und das Integrationshaus anschreiben, um anzufragen wie ich am besten von der Schweiz aus helfen kann.

In diesem Artiktel findet ihr Angaben zu den verschiedenen Einrichtungen, an die ihr euch wenden könnt.

http://www.news.at/a/asyl-traiskirchen-helfen

Madeleine’s Beiträge:

offener Brief an das Bundesministerium für Inneres

weil ihr nicht wegschauen dürft

Flüchtlinge in Österreich: Wie kann ich helfen?

ich muss dir etwas sagen

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